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pwned! Review

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Review (Music)

 

Olli Banjo - Lifeshow (2007) (by Chris)

 

Banjo ist einer der wenigen Rapper, die gut verkaufen ohne auf Gangster zu machen. Er überzeugt die Menschen vorwiegend mit themenreichen und sozialkritischen Songs, wobei Battle-und Deepe Lieder keineswegs zu kurz kommen. Dadurch, dass quasi jedes seiner 2 vorherigen Alben und Mixtapes weitestgehend gut waren, hat sich Banjo mittlerweile eine solide Fanbase aufgebaut. Und auch mit seinem neustem Album „Lifeshow“ wird er seine Fanbase befriedigen können. Denn „Lifeshow“ glänzt durch breit gespickte Themenvielfalt, wo für jeden etwas dabei ist.

Da gibt es zum einen sozialkritische Lieder wie „Tagesschau“, „Gimme the Light feat. Schivv“ oder „Ich bin frei“, aber auch tiefgründige Lieder wie „Deine Sprache“, die unter die Haut gehen. In Kontrast dazu stehen Battle Tracks wie „Ich hasse dich“, „B.S.S.K.“ oder „Am Riden“ mit dem amerikanischen Rapper Chamillionaire.

 

 

 


Aber gerade diese Feature ist der einzige große Wehmutstropfen auf der CD, denn wiedermal bestätigt sich: Deutscher und Englischer Rap in einem Lied passt einfach nicht. Allerdings beachtlich, dass ein deutscher Rapper solch ein amerikanisches Kaliber zu einem Feature auf seinem Album überreden konnte.

Wirklich besondere Lieder, die das Album zu einem guten Album machen, gibt es natürlich auch. In „Papa“ rappt Banjo über seinen Vater, dessen Probleme in der Gesellschaft und die Beziehung zu seinem Sohn. Beeindruckend ist, dass Banjo seinen Vater kaum(oder gar nicht) kennt, da dieser in London lebt. Trotzdem schafft es Banjo mit lustigen Wortspielen dem Hörer seinen Vater näher zu bringen, ohne dabei kitschig zu wirken.

In „Don't do drugs“ rappt er über eine hessische Eidechse, die an einer Überdosis Drogen stirbt. Das ganze ist sehr abstrakt und unrealistisch erzählt, besitzt aber dennoch mit eine glaubhafte Anti-Drogen Moral. In „Black Boys“ erzählt uns Banjo eine Geschichte, in der, der Vater seiner Freundin Gärtner beim Klu-Klux-Klan ist - lustig, kurios und unterhaltsam. „Bayern München“ ist der Beweis, dass Banjo Fussball dem Sex vorzieht, insbesondere dann wenn Bayern München spielt, zu Ungunsten seiner Freundin.

 

Top:

- Ich bin frei

- In deine Fresse

- Ich hasse dich

- Papa

- Don't do drugs

- Black Boys

- Bayern München

- Deine Sprache

- Komm ans Fenster

 

Neutral:

- Vorhang auf!

- Lifeshow feat. Jonesmann

- Dein Vadder (Skit)

- Alzheimer (Skit)

- B.S.S.K.

- Gimme the Light feat. Schivv

  

Flop:

- Tagesschau

- Live Dabei (Skit)

- Am Riden feat. Chamillionaire

- Olga und Gladys (Skit)

 

Fazit:

Banjo überzeugt mit gutem Storytelling und hervorragender Raptechnik, besonders aber seine Themenvielfalt macht das Album hörenswert. Dabei beweist er wieder einmal seine Fähigkeit mit Worten umzugehen, sodass am Ende ein gutes Album mit wenigen Ausfällen herauskommt.

 

Bewertung: 8.3